Gesunder Schlaf: Was Bauchschläfer wissen sollten

Dem Schlaf auf dem Bauch wird nachgesagt ungesund zu sein. Das hat vor allem den Grund, dass der obere Bereich der Wirbelsäule zusätzlicher Belastung ausgesetzt wird:

Der Kopf muss in der Bauchlage gedreht werden, um mehr oder weniger ungehindertes Atmen zu ermöglichen. Das führt dazu, dass Wirbelsäule und Muskulatur in einer verdrehten Position verharren und sich in der Nacht nicht richtig regenerieren können. Langfristig kann diese Schlafhaltung zu Beschwerden in Rücken und Nacken führen.

Zum Vergleich: Für rückenfreundlichen Schlaf sollte die Wirbelsäule möglichst neutral gehalten werden. In dieser Lage befindet sich die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Doppel-S-Haltung und kann sich vollständig entspannen. Bei Bauchschläfern gestaltet sich die nächtliche Entlastung entsprechend schwierig.

Wann die Bauchlage Erholung bringt

 Trotz der vorprogrammierten Fehlhaltung der Wirbelsäule kann das Liegen auf dem Bauch durchaus positiv sein. Während die Rückenlage eine gesunde Haltung ist, begünstigt sie aber auch das Schnarchen. Verschiedene Studien zeigen, dass im Schnitt etwa 60% der Männer und 40% der Frauen zu den Schnarchern zählen. Damit ist Schnarchen recht weit verbreitet und hält in der Nacht so einige Menschen vom Sammeln neuer Energie ab. 

Häufig wird unterschätzt, welche Folgen das Schnarchen überhaupt haben kann. Abgesehen davon, dass Partner unter dem nächtlichen Geräuschpegel leiden, fühlen sich Schnarcher erwiesenermaßen auch weniger erholt. Kein Wunder, denn die knatternde Atmung ist anstrengend und kann bei langfristig starkem Schnarchen zu gefährlichen Atemaussetzern führen – der Schlaf-Apnoe.

Dagegen helfen kann eine entspannte Bauchlage, bei der die Wirbelsäule durch zusätzliche Kissen möglichst nah an ihre neutrale Haltung kommt. Gerade bei Zungengrundschnarchen verhindert diese Position, dass die Zunge in den Rachen fällt und Sie in der Nacht nicht zur Ruhe kommen.

Besser auf dem Bauch schlafen?

 Wird die Bauchlage einfach nur als Schlafposition bevorzugt, können Sie sich an einer Umgewöhnung versuchen. Spezielle Kissen oder Rucksäcke können hierbei helfen, indem sie verhindern, dass man auf den Bauch rollt. Bei einem verstellbaren Lattenrost kann auch das leichte Hochstellen des Fußbereichs helfen. 

Gibt es keine Chance für die Umgewöhnung, können Sie dennoch etwas Entlastung für Ihren Körper bringen. Nehmen Sie als Kopfunterlage am besten ein dünnes, gut abgestimmtes Kissen, das gerade den Bereich zwischen Körper und Matratze ausfüllt. Ein zusätzliches Kissen im Hüftbereich kann ebenfalls für eine verbesserte Lagerung der Wirbelsäule sorgen. Setzen Sie außerdem auf die Stärkung Ihrer Rückenmuskulatur, um Beschwerden vorzubeugen. Gezielte Rückenübungen bringen Sie zudem in Bewegung und tun dem ganzen Körper gut.

Auf jeden Fall zu vermeiden sind große Kissen, auf das Sie sich mit dem ganzen Oberkörper legen. So knickt die Wirbelsäule stark ab und wird wieder unnötig belastet.

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